Unsere Veranstaltungen im Schuljahr 2018/19


Mittwoch, 28. November 2018
17.30 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag
Konzert zur Weihnachtszeit


Samstag, 26. Jänner 2019
19.00 Uhr, Jugendzentrum HOT Mürzzuschlag
Axel Nagel - Songwriter aus Deutschland

Donnerstag, 14. Februar 2019
17.30 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag 
Chinesisches Neujahrskonzert

Freitag, 08. März 2019
17.30 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag
Preisträgerkonzert des 7. Brahms Music Festivals 2019

Donnerstag, 21. März 2019
16.00 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag
Marko Simsa - Filip Frosch und das Geheimnis des Wassers

Freitag, 12. April 2019
19.00 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag  
Das Mürztaler Sinfonieorchester mit Hymnen dieser Welt 

Samstag, 27. April 2019
18.30 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag  
Das Landesjugendsinfonieorchester Steiermark zu Gast in Mürzzuschlag

Freitag, 17. Mai 2019
19.00 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag  
Sänger - und Musikantentreffen mit dem ORF

Freitag, 28. Juni 2019
ab 16.00 Uhr, Innenstadt von Mürzzuschlag 
Fest der Musik mit einer Klangwolke  

Freitag, 11. Oktober 2019

19.00 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag  
Dixieland, Swing und Kabarett!

Bildung und Erziehung

AUSbildung oder „Bildung und Erziehung“?
Die Frage, was denn die zentrale Aufgabe einer Schule ist, wird in allen pädagogischen Bereichen gestellt – keine Bildungsinstitution ist davon ausgenommen.

Fragt man, was nun die Aufgabe von Musikschulen mit Öffentlichkeitsrecht ist, so lautet die Antwort zumeist: Ausbildung von Instrumentalnachwuchs!

Die Steirischen Musikschulen haben sich Ende der Neunzigerjahre für das Öffentlichkeitsrecht entschieden, das die Republik Österreich verleiht, wenn Musikschulen dieses beantragen und den Erfordernissen entsprechen (Vorliegen eines umfassenden Organisationsstatutes, eines Lehrplanes, entsprechende räumliche und personelle Voraussetzungen).

Dadurch unterliegen die Musikschulen mit Öffentlichkeitsrecht dem Bundesprivatschulgesetz. Dieses formuliert die nunmehrige Aufgabe der Musikschulen: „Bildung und Erziehung zur und durch die Musik in gemeinsamen regelmäßigen Unterricht“.

Was bedeutet dies nun für Musikschulen in der Praxis?

Es bedeutet zunächst, dass die Beschränkung auf AUSbildung von Instrumentalnachwuchs zu kurz greift. Der Begriff AUSbildung bedeutet ausschließlich die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten (etwa zum Autofahren) , Bildung bedeutet dies UND eine positive Prägung der Schülerpersönlichkeit im Sinne der Forderung des Gesetzgebers, die SchülerInnen zum „Guten, Wahren und Schönen“ zu erziehen.

Aufgabe der Musikschule mit Öffentlichkeitsrecht ist es somit, den SchülerInnen über das Instrument hinaus eine Gesamtperspektive von Musik und Kultur zu geben.

Obwohl es paradox ist, ist es wahr, dass der Einzelunterricht somit NICHT als Unterricht im Sinne des Gesetzes gilt, da dieses GEMEINSAMEN Unterricht vorschreibt. Wichtig ist die positive Prägung etwa des Sozialverhaltens der SchülerInnen. Dies kann der ausschließliche Einzelunterricht kaum vermitteln, so wichtig und unverzichtbar er besonders für fortgeschrittene SchülerInnen ist. Aber auch für diese ist es wichtig, GEMEINSAM mit anderen SchülerInnen aufzutreten, GEMEINSAM mit anderen SchülerInnen in Ensembles zu spielen, GEMEINSAM mit anderen SchülerInnen Konzerte zu besuchen.

Ein Beispiel:

Ein Schüler ist ein hervorragender Solo-Instrumentalist, weiß aber nichts über Musik, hört nicht regelmäßig Musik, interessiert sich zwar für das Instrument, nicht aber für Musik an sich, er spielt auch kaum in Ensembles.

Ein anderer Schüler spielt sein Instrument nicht so großartig, besucht aber regelmäßig Konzerte, interessiert sich für die musikkundlichen Hintergründe der Stücke, die er spielt, wirkt oft und gerne in Ensembles mit.

Die Musikschule hat beim zweiten Schüler ihren gesetzlichen Arbeitsauftrag erfüllt, beim ersten nicht.
Anzustreben ist, dass die SchülerInnen möglichst gute Instrumentalisten werden UND eine fundierte musikalische Allgemeinbildung besitzen.

Natürlich ist es wichtig, dass die Musikschulen mit Öffentlichkeitsrecht einen qualitativ und quantitativ zufrieden stellenden Musikernachwuchs hervorbringen. Dies ist nicht zuletzt eine berechtigte Forderung der steuerzahlenden Bevölkerung, die die Musikschulen zu rund 80 % finanziert. Die Öffentlichkeit verlangt daher mit Recht Nachwuchs für Blasorchester, Chöre, Sinfonieorchester, andere Ensembles, aber auch Publikumsnachwuchs! Dies ist kein Widerspruch zum gesetzlich formulierten Arbeitsauftrag.

Eine wichtige Aufgabe ist und bleibt die Begabtenförderung.

Genaue Informationen finden Sie im Rechtsinformationssystem unter Bundesrecht:

http://www.ris.bka.gv.at/bundesrecht/ Folgen Sie dazu bitte diesem Link und geben Sie bei "Kurztitel Abkürzung" den Begriff "Privatschulgesetz" ein.

oder unter http://www.ms-steiermark.at/organisation/privatschulgesetz.asp